I´m getting clapped

Was Klapotetz ?.

Was Klapotetz ?

Eines Tages schickte mir meine liebe Partnerin ein Bild während eines Einkaufes im rot-weiß-roten Nachbarland verbunden mit der Frage, was dass da auf dem Flaschenettikett sei !? .. Ähmm.. Windmühle ?.. Brunnen? .. nein es ist eine Klapotez !! Ein what?

Nun, als Deutsche werde ich Euch nun in dieses südsteirische Geheimnis einführen, wenngleich mir das als Deutsche eigentlich nicht gebührt über ein derart österreichisches Heiligtum zu berichten, genau wir mir das Recht zu „baba“ am Ende eines Telefonats abgesprochen wird. Da wir Deutschen aber mitunter auch die lieben und netten Nachbarn der Österreichischen Republik sind, werde ich das dennoch jetzt, rein aus arbeitsteiligen Gründen und zur Entlastung meiner steirischen Wilden Hilde übernehmen um Euch aufzuschlauen. Ob ich das überleben werde ? Nun wir werden sehen.. no risk no fun 🙂

Vier Arten Holz braucht, wer eine Klapotetz bauen will, so ist’s überliefert. Eines ist das Wichtigste: Das Klangbrett muss aus Kirsche sein, weil diese, wenn darauf geschlagen wird, schrille Töne erzeugt.

Eine Klapotetz (slowenisch klopotec) ist eine im südsteirischen Weinland verbreitete Vogelscheuche. Sie besteht aus einem Windrad mit Welle und Schlägeln, die durch ihr rhythmisches Geklapper die Vögel von den Weingärten zur Zeit der Traubenreife fernhalten sollen. Der Name stammt aus dem Slowenischen: klopótec, zu deutsch „Klapper“. Im Slowenischen und im Österreichischen Wörterbuch heißt es der Klapotetz, im südsteirischen Sprachgebrauch heißt es die Klapotetz, wohl abgeleitet aus „die Windmühl“.

In Österreich hat das Windrad meist acht, in Slowenien sechs Flügel. Als Material zur Herstellung eines Klapotetz werden vier Holzarten benötigt: Fichtenholz (auch Tanne oder Lärche) für die Flügel, Buchenholz für die Klöppel, Esche oder Kastanie für den Block und Kirschbaumholz für das Schlagbrett. Letzteres muss verwendet werden, denn nur damit werden schrille Töne, wahrscheinlich mit den Vögeln unangenehmen Frequenzen im Ultraschallbereich, erzeugt. Der Durchmesser des Windrades beträgt meistens etwa einen Meter. Am hinteren Ende des Klapotetz werden oft Birkenbuschen als Windfahne und Gegengewicht angebracht. Das Geklapper des Klapotetz ist charakteristisch für südsteirische und slowenische Weinberge.

Die Klapotetze stehen nicht das ganze Jahr über im Weinberg. Sie werden nach alter Überlieferung zu Jakobi, das heißt am 25. Juli, aufgestellt und zu Allerheiligen (am 1. November) oder zu Martini (am 11. November) wieder abgebaut.

Der Klapotetz wurde schon 1797 in einer Handschrift erwähnt. Aus dem Jahr 1832 gibt es eine Darstellung eines Klapotetzs neben einem Schloss bei Celje. Erzherzog Johann besaß 1836 auf seinem Weingut in Pickern einen Klapotetz.

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